Aufgrund der Schweinepest in Asien kommt es bei Fleisch- und Wurstwaren weiterhin zu Engpässen, die sich durch immense Steigerungen bei den europäischen Schweinefleischpreisen bemerkbar machen. Seit Anfang August 2019 sind diese um 49% gestiegen, was auf einen massiven Anstieg der EU Exporte nach China von mehr als 46% und eine geringere Verfügbarkeit auf dem Inlandsmarkt zurückzuführen ist.

Dieser enorme Anstieg der chinesischen Nachfrage nach Schweinefleisch aus Europa ist auf die Reduzierung der chinesischen Schweineproduktion zurückzuführen, die mit der Schweinepest einher geht. Durch die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in China kam es 2019 zu rund 30% Verlust an Produktion, was ca. 200 Millionen Tieren entspricht.

Leider bleibt den Gastronomien keine andere Wahl, als die erhöhten Einkaufspreise von Fleisch- und Wurstprodukten auf die Gäste umzulegen. Deshalb mussten auch wir unsere Preise in unserer aktuellen Speisekarte der derzeitigen Situation anpassen.

  • Weshalb ist China so relevant?
    China ist mit einer Schweinefleischproduktion und dem –konsum von mehr als 50% der weltweit wichtigste Produzent und Verbraucher von Schweinefleisch.
  • Was sind die Auswirkungen auf den aktuellen Markt?
    Die weltweite Gesamtverfügbarkeit von Schweinefleisch geht mit der Reduktion der Schweineproduktion von ca. 30% um 15% zurück.
  • Ist nur der EU-Markt betroffen?
    Die Auswirkungen sind global und langfristig wird der Effekt auch auf andere Fleischsorten wie Rind und Hühnchen übergreifen, da diese vermehrt als Ersatz herangezogen werden.
  • Gibt es noch anderweitige Einflussfaktoren?
    Durch den anhaltenden Handelskrieg zwischen China und den USA gibt es einen Einfuhrzoll von 62% auf Schweine von den USA nach China. Daneben sind 50% der Schweinefleischproduktion der USA durch die Verwendung eines Lebensmittelzusatzstoffs zur Wachstumsförderung in China, Europa sowie in Brasilien verboten.

Afrikanische Schweinepest: Fleisch und Wurst werden teurer